Neue Sorten Wolfsblut – was denkt ihr?

  • Huhu,


    ich habe gerade beim Stöbern zufällig entdeckt, dass Wolfsblut seit meinem letzten Besuch der Internetseite einige neue Sorten hat. Es gibt noch recht gängige Geschmacksrichtungen wie Kaninchen, mit Wildschwein und Strauß wird es schon etwas exotischer. Interessant finde ich auch die neue Auswahl an Fischsorten, das sieht man doch bei wenigen Herstellern. Auch Wildvogel mit Rebhuhn und Co. gibt es.


    Was meint ihr? Braucht es so viel Auswahl? Oder ist das übertrieben? Und braucht es Känguru, Wasserbüffel und Co. oder ist derart exotisches Fleisch fast schon dekadent?


    Liebe Grüße

  • Hey


    Einerseits finde ich es schon gut, dass es ein paar Sorten zur Auswahl gibt. So kann man auch ab und an mal abwechseln.
    Auch etwas Exotisches ist nicht verkehrt (wobei Wasserbüffel gar nicht so exotisch ist, die werden ja z.B. für Mozzarella gezüchtet da fallen viele Kälber an, die in Italien auch mal verhungern - da wäre eine anständige Mast sicher eine bessere Alternative), da es leider schon so viele Futterallergien gibt. Aber übertreiben sollte man es wirklich nicht, sondern besser schauen, dass die Sorten, die man hat, eine gute Qualität haben und auch die Haltung der "Futtertiere" korrekt ist - bzw. die Jagdmethoden. Ich mein, ich muss meinem Hund ja nicht das Fleisch von indischen Rindern verfüttern, die auf tagelangen Todesmärschen zum Schlachter getrieben wurden. Oder von Australischen Schafen, die wochenlang über den Ozean gekarrt werden, weil sie in Afrika billiger geschlachtet werden. Oder die letzten Fische aus der Ostsee. Etwas mehr Nachhaltigkeit wäre mir da schon lieber als mehr Auswahl. Qualität vor Quantität - was bei so vielen Dingen im Leben wichtig ist.

    Der größte Feind des Heimtiers ist der unwissende Besitzer.
    Silvia Blahak

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  • Ein guter Ansatz, nur wie überprüft man sowas?
    Bei HappyDog weiß ich beispielsweise durch eine Email (und die Internetseite), dass die sehr regional produzieren. Da würde mir jedoch die Zusammensetzung nicht passen.
    Andererseits ist "mit aller Gewalt regional" auch nicht immer der Hit. Zum einen bedeutet das bei uns lange Transportwege für Futter und teils auch Schlachter, weil der Bauer, der das Rind hat, nicht genug Ackerfläche für das Futter und keinen Schlachter um die Ecke hat. Zum anderen garantiert regionale Haltung keine tiergerechte Haltung. Insbesondere in Süddeutschland ist die angeblich noch mehr als verbesserungswürdig.


    Da frage ich mich manchmal schon: Sollte man darauf vielleicht mehr achten? Auf die Haltung der Tiere und die Nachhaltigkeit? Ich meine, bei so vielen und so teuren Sorten wie es sie inzwischen gibt, sollte es doch genug Auswahl geben?

  • Hey


    Regional und Nachhaltig sind nicht unbedingt ein und das selbe Paar Schuhe ;)
    Wie du schon schreibst, kann regional auch deutlich weniger nachhaltig sein als auf einem fernen Kontinent produziertes Fleisch. Es kommt extrem auf die Art der Landwirtschaft an. Das hat mehr Einfluss auf die Ökobilanz als der Transport.


    Wie man drauf achten soll, ist dagegen eine andere Sache. Aktuell scheint die Nachfrage noch zu gering, sodass sich die grossen Hersteller nicht unbedingt drum scheren müssen. Kleinere scheinen da aber auch eher drauf zu achten - allerdings stimmen da nicht unbedingt die Zusammensetzungen. Aber vielleicht bewegt sich was, wenn die Nachfrage steigt. Auf den Bio-Trend wollen so viele aufspringen, warum nicht auch auf nachhaltig produziertes Hudnefutter?


    Und eben, wenn man sein Futter selbst zusammenstellt, dann kann man auch besser auf die Fleischqualität achten. Je nach dem kann man sogar die Haltung auf den Höfen vor Ort anschauen und sich überzeugen, kann den Bauern ausfragen, wie er sein Viehfutter produziert oder bei Rindern auf rein graslandbasierte Fütterung Wert legen.

  • Zitat

    Und eben, wenn man sein Futter selbst zusammenstellt, dann kann man auch besser auf die Fleischqualität achten. Je nach dem kann man sogar die Haltung auf den Höfen vor Ort anschauen und sich überzeugen, kann den Bauern ausfragen, wie er sein Viehfutter produziert oder bei Rindern auf rein graslandbasierte Fütterung Wert legen.


    Das finde ich zum Beispiel eine schöne Sache am Barf: Man könnte, wenn man Wert darauf legt, diese Dinge selbst in Augenschein nehmen. Das Problem ist halt, dass 1. nicht jeder barfen kann/will, 2. die meisten dann erfahrungsgemäß Frostfleisch kaufen (müssen). Ob es dann besser aussieht als beim Fertigfutter?


    Wobei mich das Thema Tierhaltung in letzter Zeit sehr beschäftigt. Wir haben hier einen Bauer mit Kuhherde (sonst halten die maximal Hühner), die einen wunderschönen Ausblick auf die Weide haben – aber ausschließlich im Stall stehen. Der mag zwar modern sein, offene Wände haben und innendrin Bewegungsfreiheit ermöglichen, aber der Blick auf die Weide ist eben nicht stehen auf der Weide. Andererseits gäbe es bei uns – würde Kuhhaltung im größeren Stil betrieben – wie bei oben erwähntem Problem gar nicht genug Weidefläche.


    Irgendwie fragt man sich, wie das so funktionieren oder was man sich wünschen soll....

  • Auch wenn der Faden hier schon "älter" ist - wollte ich meine Meinung mal da lassen.
    Also ich bin froh, dass Wolfsblut viele Sorten anbietet. Seit Anfang des Jahres sind ja wieder welche dazu gekommen.
    Da meine Hündin nicht alles fressen darf und dazu noch ein bisschen wählerisch ist, ist das für uns genau richtig.


    Ebenso finde ich super, dass ich innerhalb der Sparte die Sorte wechseln kann und meinem Hund Abwechslung bieten kann. Da sie, wie oben erwähnt, wählerisch ist, kann ich immer mal wieder die Sorte variieren.

  • Huhu,


    ich freue mich über jede Meinung, egal wie alt der Thread ist :D.
    Interessant, dass schon wieder was Neues rauskommt. Ich muss zugeben, dass ich als Barfer allmählich den Überblick über den Markt verliere. Zumal es auch immer mehr Marken und Sorten gibt. Es ist schon eine beeindruckende Auswahl, das muss ich zugeben. Es macht mir Hoffnung, dass es doch irgendwo da draußen für jeden Hund das richtige Futter gibt :P.


    Wieso darf deine Hündin denn nicht alles fressen, wenn ich fragen darf?
    Ist "innerhalb der Sparte wechseln" denn genug Abwechslung für sie? Ich frage, weil mich interessiert, ab wann Hunde da einen Unterschied machen. Die Wolfsblutsorten sind zwar sehr abwechslungsreich, aber haben ja doch irgendwo immer noch dieselbe Basis. Mein Hund – ebenfalls wählerisch, auch wenn es für ihn lediglich Leckerlis sind – hat bisher alle Sorten bedingungslos gefressen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es durchaus Hunde gibt, die sogar innerhalb einer Marke bestimmte Sorten verschmähen.

  • Einfach weil meine Hündin auf einiges mit Durchfall reagiert. Sie ist da ziemlich empfindlich. Auch in der Rohfütterphase hat sie einiges nicht vertragen.


    Also die Sorten innerhalb einer Sparte reichen meiner Hündin durchaus. Also ein Sack (15kg) die eine Sorte, dann einen Sack eine andere Sorte und so weiter.
    Das geht eigentlich sehr gut. Manchmal mische ich auch zwei Säcke miteinander. Das geht auch sehr gut.


    Ich hatte ja an anderer Stelle die Frage nach nem anderen Hersteller von Trofu aufgemacht. Da ich bisher aber nichts vergleichbares zu Wolfsblut gefunden habe - wird mein Hund auch weiterhin dieses Futter bekommen.
    (nachdem das roh füttern so eine zunehmende Wirkung auf meinen Hund gehabt hat)

  • Oh, das tut mir leid. Unverträglichkeiten sind verdammt anstrengend, ich kenne das noch vom früheren Hund meiner Eltern.
    Finde ich aber interessant zu hören, dass wenn eine Sorte schmeckt, scheinbar die ganze Marke schmeckt. Vielleicht hat ja noch jemand andere Erfahrungen dazu gemacht, bin mal gespannt :).

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