Welche Lebensmittel sind giftig für Hunde?

  • Das ist eine Frage, die jeden Hundehalter irgendwann mal beschäftigt: Ist dies oder jenes giftig für meinen Hund?
    Einerseits gibt es da die Dinge, die keine Lebensmittel sind und vom Hund unabsichtlich aufgenommen werden können (angeknabberte Zimmerpflanzen, Plastikstücke etc.). Wenn der Hund etwas derartiges aufgenommen hat (unverdauliche Fremdkörper), sollte zur Sicherheit der Tierarzt um Rat gefragt werden. Sollte der Hund eine Zimmerpflanze angekabbert oder etwas anderes in dieser Art verspeist haben, kann ebenfalls der Tierarzt oder der Griftnotruf um Rat gefragt werden.


    Und dann gibt es noch normale Lebensmittel, die für Menschen ungiftig, für Hunde aber unbekömmlich sein können:


    Schokolade
    Schokolade steht meist ganz oben auf der Liste der für Hunde giftigen Lebensmittel. Dabei ist nicht jede Schokolade "gleich giftig". Was in der Schokolade – oder besser der Kakaobohne – gitftig ist, ist der Stoff Theobromin. Je nach Empfindlichkeit und sonstigem Zustand des Hundes können 90 bis 250 mg tödlich sein, allerdings pro Kilogramm Körpergewicht und auf einmal aufgenommen. Es wird vermutet, dass sich Theobromin auch im Blut anreichert und nur langsam abgebaut wird, was die Fütterung kleinerer Mengen über einen größeren Zeitraum auch gefährlich machen würde. Genaue Angaben sind hierzu aber leider nicht zu finden.
    Der Gehalt an Theobromin ist in allen Schokoladenprodukten unterschiedlich. Bitterschokolade hat den höchsten, weiße Schokolade vermutlich den geringsten Gehalt. Die genauen Werte können auf der Verpackung nachgelesen werden.



    Trauben/Weintrauben/Rosinen
    Wieso Trauben giftig sind, ist bisher nicht bekannt. Es wurde in verschiedenen Fällen beobachtet, dass Hunde nach der Aufnahme von Trauben (auch kernlosen!) Vergiftungserscheinungen gezeigt haben. Andere Hunde, die Weintrauben zu sich nahmen, zeigten diese allerdings nicht. Es ist also nicht bewiesen, was genau an den Trauben und welche Menge davon bei Hunden für Probleme sorgt. Hundehalter sollten aber dennoch kein Risiko eingehen und auf die Fütterung von Weintrauben verzichten.



    Avocados
    Manche Sorten enthalten Persin, ein Stoff, der bei einer Vergiftung den Herzmuskel schädigen und somit zu Herzbeschwerden und Atemnot führen soll. Allerdings ist die Konzentration im Fruchtfleisch sehr gering, hauptsächlich ist Persin in Blättern, Borke und Kern zu finden. Außerdem bezweifeln manche Tiermediziner, dass Persin überhaupt derart schädliche Auswirkungen hat. Scheinbar ist der Stoff nicht besonders genau untersucht und seine Wirkung zeigt sich bei Hunden wenn überhaupt eher mit Durchfall als mit Schäden am Herzmuskel.



    nicht entsteintes Obst/Obstkerne
    Die Kerne von vielen Obstsorten enthalten Blausäure. Diese kann ab einer Dosis von 1 bis 10 mg pro Kilogramm Körpergewicht tödlich wirken. Werden Kerne im Ganzen verschluckt und ausgeschieden, nimmt der Hund dabei allerdings keine Blausäure aus ihnen auf.



    (unreife) Nachtschattengewächse
    Paprika und Tomaten beispielsweise sind Nachtschattengewächse. Allgemein sollten diese nur sparsam verfüttert werden. Besonders wichtig ist aber, dass sie reif verfüttert werden. Unreife Teile enthalten Solanin, welches in größeren Mengen giftig für den Hund ist.



    rohe Hülsenfrüchte
    Rohe Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen enthalten Phasin. Der Stoff ist giftig, wird beim Kochen aber unwirksam. Gekochte Hülsenfrüchte können daher bedenklos verfüttert werden. Sollte der Hund zu Blähungen neigen, ist allerdings Vorsicht bei der Menge geboten.



    Zwiebeln/Zwiebelgewächse wie Lauch
    Die Zwiebel (roh und gekocht und unabhängig von der Art) enthält N-Propyldisulfid. In einer giftigen Dosis führt es zur Zerstörung der roten Blutkörperchen. Über 50 Gramm Zwiebel pro Kilogramm Körpergewicht des Hundes sind giftig, sofern sie in kurzer Zeit verzehrt werden. Für einen 20 Kilogramm schweren Hund wäre also eine Menge von einem Kilogramm Zwiebeln giftig. Dies ist eine recht große Menge, die wohl nur wenige Hunde auf einmal fressen werden. Außerdem würde diese Menge zwar zu Veränderungen im Blut führen, allerdings wären diese bei rechtzeitiger Behandlung noch rückgängi zu machen. Nicht zu vergessen ist aber, dass es schon bei geringeren Mengen zu Magenverstimmungen, Übelkeit und Verdauungsproblemen kommen kann.



    Eine Liste ungiftiger Lebensmittel ist hier zu finden: Welche Lebensmittel sind ungiftig für Hunde?

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