Die Wehwehchen des Alters

  • Mit dem Alter gehen leider auch ein paar kleine Alterserscheinungen einher. Die Gelenke sind nicht mehr ganz so geschmeidig, im Rücken zieht es auch ab und an mal und die Zähne – von denen vielleicht auch schon der ein oder andere fehlt – sind inzwischen ein wenig gelb. Gegen die typischen Beschwerden des Alters gibt es aber ein paar Mittelchen, um die Symptome ein wenig zu lindern.
    Wichtig: Diese Tipps ersetzen keinen Tierarzt und sollten besonders bei laufenden Behandlungen auch immer mit dem Tierarzt abgesprochen werden!



    Physiotherapie:
    Physiotherapie klingt oft so, als müsse der Hund dafür schwer krank sein, bräuchte eine Überweisung vom Tierarzt oder müsste gerade frisch operiert worden sein. Doch eigentlich kann jeder Hund zum Physiotherapeuten gebracht werden – die Entscheidung liegt allein beim Halter. Wer also bemerkt, dass sein Hund langsam etwas steif wird, könnte ihm mit einer gelentlichen Massage, einer kleinen Magnetfeldtherapie oder einer Reizstrombehandlung ein wenig die Muskeln lockern und vielleicht ein paar Beschwerden lindern. Ein guter Physiotherapeut gibt auch noch ein paar Tipps mit nach Hause, die sich leicht umsetzen lassen (je nach Beschwerdebild beispielsweise die Arbeit mit einer Wärmflasche an bestimmten Stellen).
    Auch Ostheopathie, eine Art Fortbildung zur Physiotherapie, wird inzwischen für Hunde angeboten und kann müde Knochen wieder ein wenig fitter machen.



    Futterergänzung:
    Besonders für die Gelenke gibt es eine große Menge an Futterzusätzen, die teilweise sogar bei chronischen Erkrankungen wie Arthrose vom Tierarzt verschrieben werden. Dazu zählt vor allem Grünlippmuschelkalk, welcher die Gelenkflüssigkeit anreichern und damit die abgenutzten Knorpel ein wenig entlasten soll. Zusätzlich wird häufig auch die Teufelskralle empfohlen, da diese entzündungshemmend, abschwellend und schmerzlindernd wirken soll.


    Sollte das Immunsystem langsam ein wenig schwächer werden, bieten sich zwei verschiedene Formen einer Kur an. Die klassische Steigerung der Abwehrkräfte für den Winter wird mit Vitamin C vorgenommen. Hierfür eignet sich Hagebuttenschalenpulver sehr gut. Dieses wird inzwischen vor allem im Barfbedarf recht günstig verkauft.
    Auf den Frühling hin wird eine Stärkung mit Bienenprodukten empfohlen, besonders mit Propolis (Bienenharz) oder Blütenpollen. Hier ist aber Vorsicht geboten, da es in seltenen Fällen zu einer allergischen Reaktion auf die Pollen kommen kann. Ein kleiner Vortest ist also angebracht.
    Eine Kur sollte mindestens zwei und maximal vier Wochen dauern. Kleine Mengen (im Teelöffelbereich) einmal täglich übers Futter sind je nach Gewicht des Hundes vollkommen ausreichend.


    Für langsam stumpfer werdendes Fell und/oder trockene Haut eignet sich besonders eine Kur mit Bierhefe und die Beigabe von hochwertigem Öl (das heißt reich an Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren) zur täglichen Futterration. Plötzlich auftretendes stumpfes Fell, besonders zusammen mit anderen Symptomen, sollte aber unbedingt auch mit dem Tierarzt besprochen werden.



    Homöopathie für Hunde:
    Theoretisch können Hunde alle homöopathischen Mittel einnehmen, die auch für den Menschen produziert werden. Einige davon existieren in veterinärmedizinischer Ausführung und können einfach in der Apotheke erworben werden. Besonders beliebt sind hier Traumeel oder auch Zeel, da sie auf Gelenke und Muskulatur positiv wirken. Die Gabe homöopathischer Mittel sollte aber immer mit dem Tierarzt und/oder einem Fachmann, der sich mit Homöopathie auskennt, besprochen werden.



    Das war erst einmal alles, was mir spontan an Mitteln gegen typische Altersbeschwerden eingefallen ist. Ich würde mich freuen, wenn wir diese Liste gemeinsam mit hilfreichen Tipps erweitern können :).