Welche Impfungen braucht der Hund?

  • Hallo zusammen


    Mit der Adoption von Neo tun sich bei mir neue Problemfelder auf. Eines davon sind die Impfungen.

    Klar, da wir regelmässig das Land verlassen ist Tollwut Pflicht. Da gibt es keine Diskussion, diese Impfung bekommt er alle 3 Jahre, wie es im Heimtierpass steht und gut.


    Diskussionsbedarf besteht beim Rest.

    Neo kam wohl ungeimpft ins Tierheim und bekam 2 Mal Lepto 6 + DHPPi - das sollte doch als Grundimmunisierung beim damals 10/11 Monate alten Hund reichen, oder?

    Gemäss Eintrag im Pass wäre die nächste Ladung dieses Jahr im November fällig. Nobivac, der Hersteller, empfiehlt die Kombi aber nur alle drei Jahre. Dazwischen soll nur Lepto und Pi geimpft werden. Beides Impfungen mit mässiger Wirksamkeit und Relevanz - oder hat sich da in der Zwischenzeit was getan?


    Wie impft ihr?

    Alle 3 Jahre Staupe, Parvo und Hep sowie bei Bedarf Tollwut? (dahin tendiert mein Bauchgefühl ..)

    Oder doch jedes Jahr?

    Impft ihr Lepto und Pi?

  • Hey,


    laut Hersteller reicht alle drei Jahre, mit Ausnahme der Welpenimpfung, die ja zweimal erfolgt.

    Tierärzte empfehlen nach wie vor gerne, dass 2-3 Mal beim Welpen grundimmunisiert wird und dann mit einem Jahr nochmal. Begründung sind die maternalen Antikörper.

    Ich persönlich vertrete die Auffassung: Der Hersteller lässt sich keinerlei Impfung entgehen. Wenn der weniger bescheinigt, dann sicher nicht, wenn es nicht auch wirklich so ist.

    Ich habe mich bei Leo leider noch zu der 3x und dann mit einem Jahr nochmal Vollvariante überreden lassen. Man will ja nur das beste für seinen Hund und die damalige TÄ war so vehement davon überzeugt, dass es nötig ist. Nachher ging es ihm dreckig, er hatte ne riesige Impfbeule und ich hab mich nach dem Blick in den Beipackzettel gefragt: Wozu?


    Jetzt impfen wir alle drei Jahre, immer nur T und SHP. Das verträgt er wunderbar, Probleme hatten wir bisher keine und der Impfschutz ist gültig. Studien belegen ja auch, dass er wirksam ist. Ich hab das hier vor einer Weile schon mal durchexerziert, nachdem ich mich intensiv eingelesen hatte: https://vitaler-hund.de/category/gesundheit/impfungen/


    Hier hab ich das ganze auch nochmal zusammengefasst, ebenfalls mit der Herstellerempfehlung, nach der alle drei Jahre ausreichend ist: Wie sollte ein Hund geimpft werden?


    Jährlich kommt mir nicht mehr in die Tüte. Lepto und Pi lasse ich gar nicht mehr impfen. Beides ist eine Frage der Ansteckungsgefahr, die bei uns recht gering ist. Beides tritt deutlich in Erscheinung und kann behandelt werden und bei beidem wirken die Impfungen deutlich weniger zuverlässig als bei den vier großen St, S, H und P.


    Es gibt in belasteten Gebieten aber auch TAs, die ihren Hund halbjährlich gegen Lepto impfen und meinen, das schade nicht.

  • Danke, das überzeugt mich doch etwas, dass meine Denkweise richtig ist.

    Ich denke, den Dreijahres-Rhythmus werden wir dann auch einführen - auch wenn die nächste DHP im November fällig wäre. Dann gibt es in knapp drei Jahren im November DHP (oder wir ziehens in den Oktober dann vor, damit der Abstand bisl grösser wird) und im Dezember das wieder T ..

    Wo ich mich noch informieren muss, das ist der Zeitrahmen für den Titer-Test für Länder mit urbaner Tollwut. Falls wir da mal hin oder durch reisen wollen .. Der Titer sinkt ja mit der Zeit, wäre blöd, wenn der zu niedrig beim Test wäre ... aber das ist erstmal noch Zukunftsmusik. Vielleicht steht das ja auch erst an, wenn die nächste T-Impfung durch ist.

    den vier großen St, S, H und P

    Staupe, Hepatitis, Parvo und S-?

  • Also mein Tierarzt ist fast besessen von der Zwingerhusten- und der Leptoimpfung. Er meint, beide seien sehr wichtig und die Krankheiten sehr schlimm, sollte der Hund sie bekommen. So einfach behandelbar ist das wohl beides nicht.

    So langsam kommen mir allerdings Zweifel. Zumal mein TA nach wie vor auf einer jährlichen Impfung mit allen Komponenten besteht. So wie ich das hier und in den Beipackzetteln aber lese, hält das sonst keiner für notwendig .... Aber wieso macht ein Tierarzt es dann, wenn es nicht nötig ist? Um Geld zu verdienen?

  • Aber wieso macht ein Tierarzt es dann, wenn es nicht nötig ist? Um Geld zu verdienen?

    Entweder das - oder weil er es nicht besser weiss. Die Pharmaindustrie beeinflusst nicht nur Humanmediziner, bei den Veterinären ist es noch schlimmer, da haben sogar Futterhersteller ihre Daseinsberechtigung an Seminaren - schon für Studierende ..


    Und klar, es ist immer schlimm, wenn der Hund krank ist. Aber wirklich schützen können die Pi und und Leptoimpfung ja leider nicht. Im Tierheim haben wir immer wieder mal Zwingerhusten - und da wird jeder Hund geimpft.