Welcher Hund passt?

  • Hey


    Da es ja jetzt einen tollen Fragekatalog gibt und ich grüble, ob ein Hund in Zukunft einziehen darf und wenn ja, nach welcher Rasse / Mischung sollte ich Ausschau halten .. probier ich das doch direkt mal aus ;)


    • Favorisierst du einen bestimmten Hundetypus? (Begleithund, Jagdhund, Hütehund, Schutzhund o.Ä.)

    Jein. Klar, es soll ein treuer Begleiter werden, aber der kann so ziemlich aus jeder Verwendungsgruppe kommen.

    • Welche Charaktereigenschaften sind dir an deinem neuen Hund besonders wichtig?

    Es soll ein Hund sein, der Spass am Lernen und an der Arbeit mit mir hat. Aber kein Workaholic.

    • Welche Charaktereigenschaften soll dein Hund überhaupt nicht haben?

    Starker Schutztrieb, schnelles Hochfahren auf 180 (insbesondere in Anwesenheit wuseliger Kinder), starker Jagdtrieb

    • Welche Größe soll der Hund etwa haben?

    Mittelgross bis gross wäre sicher gut. Auf jeden Fall keine Zwerg- oder Riesenrasse.

    • Gibt es optische Merkmale, die dir wichtig sind?

    So spontan gesagt nicht, aber ein Hund darf einem am Ende ja auch optisch gefallen, oder? Es muss einfach auch funken ;)
    So extrem kurzes Fell wie sie Dobermann, Staff und Pitbull haben, möchte ich eher nicht. Ich hatte als Kind eine Hundehaarallergie und solche Haare haben mir Probleme bereitet. Mittlerweile habe ich viel Kontakt zu andershaarigen Rassen, auf die ich kein Stück reagiere.

    • Hast du bereits eine oder mehrere bestimmte Rassen im Sinn?

    Ich habe eher einige ausgeschlossen.

    Schäfer zum Beispiel, Border und Aussies. Auch alles, was massiv überzüchtet ist (Kurzschnauzen, Minischädel ..)
    Genauso fallen die typischen Kampfschmuser leider weg (ich würde gern mit dem Hund zusammen mit Kindern schaffen, das schreckt Lehrpersonen (und Eltern) dann nur ab, zumal in meinem Arbeitskanton absolut Leinen- und Maulkorbpflicht herrscht - aber auch wegen des Fells).

  • Hi,


    erstmal danke für das Kompliment für den Katalog :).


    Es klingt banal und fast schon zu naheliegend, aber ich dachte als erstes an einen Labrador oder einen Golden Retriever, vielleicht auch einen Hovawart, Berner Sennenhund oder Entlebucher Sennenhund. Ich hatte bei dir jetzt so ein Bild vor Augen von einem typischen Arbeitsbegleithund. Das sind die ersten Rassen, die mir da einfallen, die in diesen Situationen meist "gut ankommen".

    Gerade bei Labbis gibt es außerdem Sportlinien, die körperlich etwas schlanker und fitter sind und auch etwas lernwilliger.

    Ein Golden Retriever könnte vielleicht zu ruhig sein, kommt aber auch auf die Zuchtlinie an.

    Die Berner Sennenhunde leiden wohl inzwischen leider recht häufig an Krebs, was ihre Lebenserwartung drastisch verkürzt. Bei den Entlebuchern habe ich noch nichts derartiges gehört.

    Hovawart sind auch sehr interessante Hunde, auch gerne mal im Assistenzhundebereich eingesetzt.


    Ich bin auf jeden Fall schon gespannt, ob und wann ein Hund einzieht und was es für einer wird :).

  • Hey


    Jaja, der Labbie, der verfolgt mich, seit ich damals mit Milly trainieren konnte. Die wäre perfekt für den Job. Auch von der Grösse.


    Howawart und die Sennenhunde haben für meinen Geschmack etwas zu viel Ressourcen- und Revierverteidigung drin. Und gerade die Sennenhunde als "Hackenbeisser" (weil Vieh treibend) finde ich jetzt nicht gerade soooo praktisch für die Arbeit mit Kindern. Aber das ist natürlich auch Erziehungs- und Auslastungssache .. Berner sind mir aber auch zu krebsanfällig :x


    Zitat

    Airedale Terrier


    Kannte ich eine, die extremen Jagdtrieb hatte .. Die ganzen Jagdterrier würde ich wegen des Jagdtriebs eher ausschliessen. Ich will schlussendlich auch meine Familie besuchen können, ohne dass der Hund die Katzen durchs ganze Haus scheucht - wir haben hier keine Übungskatzen und er würde nur zweimal im Jahr Kontakt haben. Zu wenig, um das gut trainieren zu können, wenn da zu viel Beutetrieb im Hundekopf steckt.

  • Hi,


    Hovawart und Berner kenne ich persönlich und konnte das so bisher nicht erleben. Will es aber auch nicht ausschließen 😉.


    Der Labbi wäre da wirklich auch mein Favorit. Da hab ich bisher nur treue, friedliche Exemplare erlebt. Das einzige Problem ist da manchmal die Überschwänglichkeit. Viele rennen am Anfang zu jedem Fremden, weil sie so begeistert sind. Das muss man etwas zügeln.^^

    Wäre das denn von der Felllänge her ok? Hast du da Erfahrungswerte wegen der Allergie? Und bist du sicher, dass sie weg ist?

  • Wie stehst du denn zu Langhaar-Collies? Das ist zwar grundsätzlich ein Hütehund, aber wegen der Beliebtheit der Rasse inzwischen so verwaschen, dass diese Anlage recht schwach gegenüber der eines Border Collies sein dürfte. Es gibt verschiedene Typen und Zuchtlinien. Wenn man da das richtige Tier aussucht, hat man sicher einen treuen und intelligenten Hund, der gelehrig wie ein Border, aber ruhiger und nicht so fordernd ist.

  • Hey


    Labrador sollte gehen. Mit den letzten im Heim hatte ich keine Probleme und ab und an kann ich die Labbymixhündin einer Kollegin für die Kids nehmen. Da passiert nix. Die Labbie-Haare sind auch etwas länger und nicht so "spitzig" ..

    Vermutlich war die Allergie so ein Pubertätshormonding. Oder eine Reaktion aufs Parasitenshampoo? Nach einer Behandlung wars immer schlimmer. Vor der Pubertät hatte ich keine Probleme und jetzt seit Jahren keine mehr. Dabei habe ich fast täglich verschiedenste Hunde um mich herum - und wenn keiner gerade da ist, dann fliegen genug Haare durch due Räume .. Tierheim mit Bürohunden halt. Teilweise schaffe ich stundenlang mit einem Hund auf dem Schoss ;) Kein Vergleich zu meiner Stauballergie. Da ist gleich die Nase dicht .. bei Hunden merke ich nichts. Wobei ich da auch "nur" neurodermitischen Ausschlag bekam. Da waren die pieksigen Haare wie ein Prick-Test.

    Es wird aber intensiv mehrmals Probe gekuschelt, eh ein Hund zu uns kommt. Sicher ist sicher.


    An Collies hatte ich auch schon gedacht, genauso an den Lagotto. Aber wenn ich so schaue, gibt es die alle nur als Welpe - und jährig sollte der Hund schon sein. Besser 2-3 Jahre.

  • Hey


    Es gibt in der Schweiz nur recht wenige Rassenothilfen. Border, Bullies und Listis "kenn" ich .. dafür haben die Rasseclubs teilweise ältere Hunde aufgeschalten. Allerdings in der Regel ohne grossartige Beschreibung, was einem dann wieder wenig bringt – oder zumindest viel Aufwand für beide Seiten bedeutet.

  • Hey


    Die Schweiz ist einfach ein kleines Land ;)

    Rasseclubs kontaktieren ist eine gute Idee - sofern ich mich auf 2-3 Rassen geeinigt habe *lach*

    Wobei ein Hund eh erst in einigen Monaten einziehen kann und da wir keinen Welpen wollen (und auch nicht betreuen können), müssen wir dann einen passenden Hund finden, der ein Zuhause sucht, wenn wir einem Hund ein Zuhause bieten können.

  • Hi,


    Führen die vielleicht Listen für sowas? Das kam mir gestern schon in den Sinn. Ihr könntet euch ja in Verbindung setzen mit einem oder mehreren Rasseclubs. Habt ihr einen passenden und beide Seiten sind sich sympathisch, könntet ihr ja sagen, was ihr sucht. Vielleicht melden die sich dann bei euch, wenn sie von einem passenden Hund erfahren? So eine Absprache fände ich eigentlich ganz sinnvoll.

  • Hey


    Manchmal macht das Schicksal Sprünge .. denn ich glaube, wir haben aktuell genau DEN Hund im Heim, den ich suche.

    Optisch ist er zwar weit entfernt vom schwarzen Labbi meiner Träume - erst recht mit seiner Ringelrute. Aber vom Charakter ein Juwel.

    Es ist ein Retrievermischling (angeblich Labrador & Golden), hat mit 11 Monaten aktuell etwas Border Collie Grösse und hat eben mit Ringelrute - da muss also noch was anderes mitgemischt haben.


    Jetzt heisst es abwägen: Nehmen wir ihn jetzt oder lassen wir uns mit der Planung lieber mehr Zeit? Zumal wir im Frühjahr 5 Wochen im Ausland sind – eine unserer Tierpflegerinnen meinte aber, sie würde ihn in der Zeit nehmen können ..

  • Hey,


    wow, das ist ja wirklich Schicksal. Erstmal Glückwunsch!

    Was wäre denn noch zu planen? Gibt es noch große Dinge, die ungeklärt im Raum stehen? Oder wolltet ihr euch einfach noch ein bisschen mehr informieren?


    Mal etwas blöd gesagt: Wenn die Basics da sind, kann man vieles auch noch später oder in der Praxis lernen. Wenn allerdings solche Dinge wie Wohnsituation, Allergien, Finanzen etc. noch nicht geklärt sind, wäre das ein Hinderungsgrund.

  • Hey


    Zitat

    Wenn allerdings solche Dinge wie Wohnsituation, Allergien, Finanzen etc. noch nicht geklärt sind,


    Nein nein, das ist geklärt ..

    Versicherung müssen wir noch suchen, Zubehör, .. Aber gerade bei dem frag ich mich, wie machen das andere? Was genau zum Hund passt, weiss man ja erst, wenn man den Hund gefunden hat Oo Man will ja auch nichts "umsonst" kaufen ... da stehen aber dann "Grossbestellungen" an *hüstel*


    Wir haben in jedem Fall erstmal einen unverbindlichen Termin zum Kennenlernen und entscheiden dann, ob er zu uns passt. Wenn ja, gibts nen Trainingsplan, sodass er langsam umgewöhnt wird. Ist praktisch, wenn man beim Tierschutz schafft. Dann ist er vorm Umzug besser vorbereitet auf das, was dann kommt. Es wird einiges an Erziehungsarbeit auf uns zu kommen, das merkt man schon, wenn man mit ihm unterwegs ist. Was davon jetzt aber einfach fehlende Bindung / fehlendes Vertrauen und was Pubertät ist, das wird sich sicher im Lauf vom Training zeigen.

  • Also außer Leine und Halsband braucht es vorher nicht viel. Ich wäre sogar mit Schlafplätzen vorsichtig. Wenn du da so eine Diva erwischst wie meinen, kaufst du alles umsonst.


    Es macht ja auch Spaß, zusammen mit dem Hund auszusuchen, gerade bei Spielzeug. Das sind so Momente, wo man sich miteinander beschäftigt, ohne zu trainieren oder derartiges - in der Anfangszeit gold wert =P.


    Hat er denn größere Baustellen? Oder fehlt es nur an Gehorsam?

  • Hey


    Leine, Geschirr und Bettli geben wir den Probehunden eigentlich mit - sie bringen es dann beim Austritt wieder mit.

    Autobox (irgendwie muss er ja heim kommen), Näpfe (bzw. Wassernapf, die erste Zeit gibts nichts gratis) und Bürste (er scheint zum verfilzen zu neigen) brauchen wir auf jeden Fall vorher. Und er braucht dringend eine Kauwurzel oder ähnliches. Er kaut viel, wenn er gestresst ist.

    Spieli hat er jetzt schon 2 - ich denke, die werden wir wohl mit adoptieren. Und dann schauen wir mal. Wir brauchen ja nicht kistenweise Spielis :D


    Er pubertiert und kennt kaum Grenzen. Und er nimmt als Übersprungshandlung bei Stress die Hände ins Maul - wenn er keine Alternative hat. Ansonsten ist bei ihm noch "nichts versaut" - Zitat Hundepflegerin ;) Er ist einfach ein Rohdiamant - bzw. er hat schon einen gewissen aber deutlich ausbaufähigen Grundgehorsam. Er ist aufmerksam, reagiert auch wenn er schnüffelt sofort auf Ansprache und er ist ein Streber. Er kann auch Spieli zurück geben, wenn er genau weiss, dass es ein Leckerli gibt. Dan spuckt er es einem vor die Füsse *seufz* Abgeben und sofort weiter spielen kennt er nicht - oder da kommt die Pubertät durch. Das in jedem Fall, wenn er Spieli hat und sich 2 Meter vor einem ablegt, wenn man ihn zu sich ruft. Alleinsein ist auch eine gewisse Baustelle, aber da er mit zur Arbeit darf, können wir das langsam aufbauen. Aber erstmal Vertrauen aufbauen, dann fällt es auch leichter, mal allein zu sein. Aber selbst mit wechselnden Bezugspersonen im Heim klappt es schon etwas besser. Die Abgabe im Heim und der Verlust der Bezugsperson hat ihn scheinbar etwas aus der Bahn geworfen, aber er fängt sich.

  • Ne, die Kisten kommen mit den Jahren :D.


    Beim Kauen würde ich mal schauen. Ich finde diese Geweihe und Wurzeln zu hart. Mein Hund beißt recht fest zu. Er ist Knochen gewöhnt hnd daher auch, dass er etwas abbekommt. Ich würde mir da Sorgen um die Zähne machen. Ich finde solche Sachen wie Pferdeohren schöner.


    Bei der Bürste würde ich aber auch am Fell testen, was wirklich passt. Hat er viel Unterwolle, ist das Fell dicht, empfindlich etc.. Wobei du das ja theoretisch jetzt schon ausprobieren kannst.^^


    Autobox: Bist du sicher, dass du eine Box willst? Und kennt er Boxen? Sonst stehst du nachher vor dem Auto und der Hund will nicht rein.


    Das klingt ja echt positiv, was du so schreibst :). Wie ein absoluter Glückstreffer. Ich hoffe, das klappt bei euch. Wäre einfach schön :love:.