Rasse das Unwort überhaupt

  • Huhu,


    eine wirklich interessante Frage. Ich glaube, dass der Vorteil der Rasse eben dieser ist, dass bis zu einem gewissen Grad "Ware von der Stange" geliefert werden kann. Wer also einen bestimmten Typus sucht, auf bestimmte Eigenschaften Wert legt, kann bei einem Rassehund bis zu einem gewissen Grad davon ausgehen, dass er diese mitbringt. Schwierig wird es, wenn zu viel Wert auf die Optik gelegt wird, nicht mehr auf Wesen oder Gesundheit. Wie jedes andere System krankt da eben auch die Hundezucht.


    Das nächste ist, dass trotz Rasse jeder Hund einzigartig ist. Es wird immer Hunde geben, die eben nicht ihrem Standard entsprechen. Mancher findet das positiv, mancher nicht. Denn es zerstört das System des berechenbaren Endergebnisses. Schlussendlich geht nämlich jeder, der sich einen Welpen holt, ein gewisses Risiko ein, dass sich dieser anders als erwartet entwickelt.


    Ich hoffe, ich konnte dir mit meiner Meinung wenigstens ein bisschen weiterhelfen :).

  • Servus, ich denke es geht nur um die Optik. Welcher Züchter kann denn bitte sagen ja dieser Hund hoch wird intelligent bzw. dumm wie Stroh.


    Und falls doch würde mich interessieren wie das beurteilt wird. Bei Zuchtschauen wird ja auch nur ein Schema gelaufen und kein Intelligenztest gemacht. [ot]

    [/ot] Oder irre ich micht? Ich lasse mich gerne eines besseren belehren ^^

  • Hey


    Intelligenz ist sowieso ein ganz schwieriges Thema. Da ist die Wissenschaft noch nicht auf einen grünen Zweig gekommen, um da wirklich zuverlässige Tests zu entwickeln.


    Allerdings gibt es bei Arbeitslinien eben neben den optischen Beurteilungen auch Arbeitsprüfungen, die Zuchthunde bestehen müssen, um zur Zucht zugelassen zu werden. Dazu kommen bei den meisten Rassen auch gewisse Wesensbeurteilungen.
    Das erhöht die Chancen, dass die Nachzuchten auch für bestimmte Zwecke geeignet sind. Und eben auch, dass die Welpen in "Otto-Normal-Hand" sich so entwickeln, dass sie auch zu den Lebensumständen passen. Ausnahmen verhindert das leider auch nicht.


    Wenn ich ehrlich bin, verstehe ich die Wahl einer bestimmten Rassen beim Welpen schon. Wenn man sich nicht auf ein Überraschungspaket einlassen kann, dann hat man beim Rassewelpen doch eine höhere Chance, dass es am Ende passt.
    Allerdings fände ich persönlich es dann besser, wenn man sich einen ausgewachsenen Hund holt. Bei dem sieht man eben schon, wohin die Reise geht. Viele haben da ja schon einigermassen feste Charaktere, man kann beurteilen, wie es mit Jagd- und Schutztrieb aussieht und eben auch entscheiden, ob man damit klar kommt, wie der Hund ist, oder eben nicht.
    Genauso kann man den Hund auch schon HD-Röntgen und teilweise andere Erbkrankheiten durch Tests ausschliessen. Beim Welpen muss man sich da auf hoffentlich gute Gene verlassen - und hat auch immer wieder Pech. Oder man nimmt das Mischlingsüberraschungspaket, wo wenig bis gar nichts über die Krankheiten der Eltern bekannt ist und wo man einfach Glück oder Pech hat.

    Der größte Feind des Heimtiers ist der unwissende Besitzer.
    Silvia Blahak

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